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US Marines und französische Fallschirmjäger trainierten Close Quarter Combat auf Hawaii – „Amercal 2012“

Die Bravo-Kompanie des 1. Bataillons des 3. Regiments der US Marines trainierte zusammen mit einem Zug des französischen 8. Marineinfanterie-Fallschirmregiments (8e régiment de parachutistes d’infanterie de marine, 8e RPIMa) am 23. Oktober auf der Trainingseinrichtung des US Marine Corps Bellows auf Hawaii im Rahmen der amerikanisch-französischen Übung „Amercal 2012“ den Kampf im bebauten Gelände (MOUT, Military Operations in Urban Terrain) sowie Close Quarter Combat (CQC). Weitere Übungsinhalte waren gemeinsame Kampfpatrouillen, Aufspüren von IEDs (Improvised Explosive Devices) sowie mechanisierte Angriffsoperationen. Der Zweck der Übung bestand in der allgemeinen Verbesserung der Beziehungen zwischen den Streitkräften der USA und Frankreichs, dem Ausbau der Interoperabilität sowie in der Verbesserung der Kriseneinsatzfähigkeit der beiden Einheiten.

Angehörige des 8. Marineinfanterie-Fallschirmregiments am 23. Oktober 2012 während der Übung „Amercal 2012“ auf Hawaii beim Erkunden des Geländes während einer Patrouille.  Bild: US Department of Defense/Cpl. James Sauter, U.S. Marine Corps.

Angehörige des 8. Marineinfanterie-Fallschirmregiments am 23. Oktober 2012 während der Übung „Amercal 2012“ auf Hawaii beim Erkunden des Geländes während einer Patrouille. Bild: US Department of Defense/Cpl. James Sauter, U.S. Marine Corps.

Das 8. Marineinfanterie-Fallschirmjägerregiment untersteht dem französischen Heer, nicht der Marine, und ist Bestandteil der 11. Fallschirmjäger-Brigade (11e brigade parachutiste , 11e BP) mit insgesamt 8.500 Soldaten. Das 8e RPIMa verfügt über 1.200 Soldaten, verteilt auf insgesamt acht Kompanien, davon vier Kampfkompanien.

Die an der Übung beteiligten Einheiten der US Marines gehören zur 3. US Marineinfanterie-Division („3rd Marines“), sie wiederum ist Teil der III. Marine Expeditionary Force (MEF) mit Hauptquartier auf Okinawa, Japan.

Unter „MOUT“ versteht man militärische Operationen in bebautem Kampfumfeld, darunter fällt auch der Orts- und Häuserkampf. Die Problematik dieses Operationsgebietes im Allgemeinen besteht darin, dass bebautes Gelände schwer aufzuklären, schwer einzunehmen und zu sichern ist. Hinzu kommt die geringe taktische Kampfentfernung zum Gegner. Diese liegt erfahrungsgemäß bei rund zehn Metern. „Close Quarter Combat“-Übungen dienen dazu, den Häuserkampf gegen gegnerische Einheiten zu üben, sowohl in kleinen taktischen Teams als auch im Nahkampf Mann-gegen-Mann.