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AFRICOM hat nun eigene CIF-Kompanie

Dem Regionalkommando der US-Streitkräfte für Afrika (AFRICOM) mit Hauptquartier in Stuttgart untersteht seit dem 1. Oktober dieses Jahres erstmals eine eigene Spezialeinheit als schnelle Eingreiftruppe. Wie General Carter F. Ham, der Kommandeur von AFRICOM, auf einer Veranstaltung am 3. Dezember in Washington D.C. erstmalig mitteilte, handelt es sich dabei um eine Einheit – eine sogenannte CIF (commander’s in-extremis force) – in Kompaniegröße. Bei einer CIF handelt es sich um eine Spezialeinheit für oftmals unvorbereitete Hochrisiko-Missionen im jeweiligen Aufgabenbereich der US-Regionalkommandos. Bisher musste AFRICOM, das jüngste der US-Regionalkommandos, auf die CIF-Kompanie der US-Streitkräfte in Europa zurückgreifen.

Dass AFRICOM nun über eine eigene schlagkräftige Spezialeinheit verfügt geht auf die Erstürmung der US-Einrichtung im libyschen Bengasi am 11. September 2012 zurück, bei der mehrere Mitarbeiter des US-Außenministeriums ums Leben kamen, darunter der US-Botschafter und zwei ehemalige SEALs (K-ISOM berichtete). Die als schnelle Eingreiftruppe in Frage kommende Einheit des US-Regionalkommandos für Europa befand sich zum damaligen Zeitpunkt der Alarmierung auf einer Trainingsmission in Kroatien und war letztlich nicht mehr in der Lage, noch rechtzeitig in Bengasi zum Einsatz zu kommen. Dies berichtete das Internetportal „Defense News”. Nach weiteren Angaben von „Defense News“ ist zwar nicht bekannt, welche Einheit genau als CIF-Kompanie AFRICOM unterstellt ist. Es wird spekuliert, dass es sich um Einheiten der 10th Special Forces Group (Airborne) handeln soll.

Ein weiterer Hintergrundbericht hier.

Älteres Interview (in deutscher Sprache) der Stuttgarter Zeitung mit General Ham über Aufgabenbereich und Einsätze in Afrika hier.